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Das Sequenzermodul ist ein programmierbarer step-basierter Modulator, der Pattern mit bis zu 128 Steps spielen kann, die mit dem Projekttempo synchronisiert werden. Der Pegel jedes Steps, Groove/Swing und jeder Hüllkurve kann global für das Pattern oder pro Step gesteuert werden.

Einblendmenü und Feld „Current Sequencer“: Greife auf die einzelnen Bedienfelder zu, indem du eine Nummer aus dem Einblendmenü oder mithilfe der Zurück- und Vorwärtspfeile auswählst. Alchemy stellt bis zu 16 Sequenzer bereit – einen standardmäßig und mehr, wenn du sie beim Zuordnen von Modulatoren erstellst.
Einblendmenü „Trigger“: Wähle „On“, um das Sequenzer-Pattern bei jedem MIDI-Note-On von Anfang an zu spielen. Durch Auswahl von „Off“ läuft der Sequenzer kontinuierlich. Durch Auswahl von „Voice On/FX Off“ werden nur Stimmparameter moduliert und keine Effekte. Das Sequenzermodul wird immer mit dem Logic Pro X -Tempo synchronisiert, unabhängig von der „Trigger“-Einstellung.
Hinweis: Einstellungen aus früheren Programmversionen verhalten sich aufgrund der zusätzlichen Trigger-Option möglicherweise nicht wie erwartet. Wechsele zu „Voice On/FX Off“, um das Verhalten der früheren Version zu erhalten. Sichere die Einstellung anschließend.
Einblendmenü und Feld „Rate“: Legen die Dauer jedes Steps im Sequenzer-Pattern fest, ausgedrückt als Bruchteil eines Beats. Beispiel: Bei einem Viertelnoten-Beat erzeugt der Wert 1/2 Achtelnoten-Steps und der Wert 1/4 Sechzehntelnoten-Steps. Mit den Zurück- und Vorwärtspfeilen kannst du die Werte für „Rate“ nacheinander anzeigen.
Einblendmenü und Feld „Value Snap“: Quantisiert Sequenzer-Step-Werte, wobei sie auf genaue Bruchteile des verfügbaren Bereichs beschränkt werden. Beispiel: Die Einstellung 1/2 richtet Takte beim vertikalen Bewegen an den Werten 0 %, 50 % und 100 % aus. „Off“ deaktiviert die Quantisierung, sodass du die Step-Werte frei festlegen kannst. Mit den Zurück- und Vorwärtspfeilen kannst du die verfügbaren Werte nacheinander anzeigen.
Hinweis: „Value Snap“ bewegt keine vorhandenen Step-Werte an die quantisierten Positionen. Es wirkt sich nur auf das Verhalten der Step-Werte aus, wenn du sie im Step-Editor bewegst oder erzeugst.
Einblendmenü „Edit Mode“: Wähle einen von drei Bearbeitungsmodi. Deine Auswahl wirkt sich auf das Erscheinungsbild und das Verhalten des Step-Editors rechts aus.
Value: Zeigt den Wert jedes Steps im Pattern an und bearbeitet ihn.
Length: Zeigt die Länge jedes Steps im Pattern an und bearbeitet sie. Technisch gesehen, erzeugst du ein Pattern aus längeren und kürzeren Hüllkurvenformen, sodass die Attack-, Sustain- (Gate) und Release-Phasen einen größeren oder kleineren Teil der festen Step-Dauer ausfüllen. Diese Längen werden mit den Gesamteinstellungen für Attack/Gate/Release des Sequenzers kombiniert, um die Hüllkurvenform jedes Steps zu bestimmen.
Swing: Erzeugt Variationen im Timing von Steps. Jeder Swing-Wert liegt im Bereich von 0 bis 2. Der mittlere Wert 1 stellt das Standardtiming dar, während kleinere Wert früher und größere Werte später gespielt werden. Diese Swing-Werte werden mit dem Gesamt-Timing-Pattern des Sequenzers kombiniert, das mit dem Drehregler „Swing“ eingestellt wird.
Taste „File“: Öffnet ein Einblendmenü mit sequenzerbezogenen Befehlen.
Untermenü „Preset“: Wählt ein Sequenzerkonfigurations-Preset aus. Dieses kann unverändert oder als Ausgangspunkt für eigene Sequenzen verwendet werden.
Save: Speichert die aktuelle Sequenzerkonfiguration (Step-Werte, Längen und Swing-Einstellungen sowie die Einstellungen der Sequenzer-Steuerungen) in einer neuen Datei (*.seq). Der neue Sequenzname wird unten im Untermenü „Preset“ angezeigt.
Copy/Paste: Speichert die aktuelle Sequenzerkonfiguration in der Zwischenablage. „Paste“ wendet die Konfiguration an, die sich derzeit in der Zwischenablage befindet.
Clear: Setzt die Sequenzer-Steuerungen und -Pattern auf die Standardeinstellungen zurück.
Randomize: Wendet einen zufälligen Versatz auf die Parameterwerte „Attack“, „Gate“ und „Release“ an.
Import: Siehe dazu die Aufgabe „Daten aus einer MIDI-Datei importieren“.
Drehregler „Swing“: Passt das Timing an, um Swing-Effekte zu erstellen. Werte über 0 % erhöhen die Dauer von ungeraden Steps (1, 3, 5 und so weiter) und verringern die Länge von geraden Steps.
Drehregler „Attack“: Legt die Zeit fest, die für jeden Step erforderlich ist, um seinen Spitzenpegel zu erreichen.
Drehregler „Hold“: Legt die Zeitdauer fest, die jeder Step bei seinem Spitzenpegel gehalten wird.
Drehregler „Release“: Legt die Zeit fest, die für jeden Step erforderlich ist, um von seinem Spitzenpegel auf null abzufallen.
Step editor: Zeigt von links nach rechts nummerierte Steps oben auf der Anzeige an. Steps werden durch vertikale Balken dargestellt, die du direkt bearbeiten kannst. Das Erscheinungsbild und das Verhalten des Step-Editors werden durch die aktive Auswahl im Menü „Edit“ bestimmt.
Rollbalken: Bewege die Mitte des Rollbalkens, um Steps anzuzeigen, die nicht im Anzeigebereich sichtbar sind.
Der Step-Editor zeigt von links nach rechts nummerierte Steps oben auf der Anzeige an. Das Erscheinungsbild und das Verhalten des Step-Editors werden durch die aktive Auswahl im Menü „Edit“ bestimmt. Im Standardmodus „Value“ beispielsweise wird der Wert jedes Steps durch einen vertikalen Balken dargestellt. Eine leere Spalte wird angezeigt, wenn der Wert null ist.

Bewege einen Balken vertikal, um seinen Wert anzupassen, oder klicke direkt auf die erforderliche Höhe.
Lege die Werte mehrerer Balken fest, indem du den Zeiger horizontal über sie bewegst.
Klicke bei gedrückter Wahltaste auf einen Balken, um ihn auf null einzustellen.
Verbinde einen Step mit dem nächsten, indem du unterhalb klickst. Ein kleines Kettengliedsymbol wird unter jedem verbundenen Step angezeigt. Wenn zwei oder mehr Steps miteinander verbunden sind, verhalten sie sich wie ein längerer Step.
Alchemy kann Informationen aus einer kurzen MIDI-Datei extrahieren und diese Informationen auf Pattern im Step-Editor anwenden.
Du kannst Velocity-Daten extrahieren und dazu passende Step-Werte festlegen. Wenn die MIDI-Datei aus Noten mit gleicher Dauer besteht, etwa eine Folge von Achtel- oder Sechzehntelnoten, hat jeder Step im resultierenden Pattern einen zugeordneten Wert ungleich null. Wenn die MIDI-Datei hauptsächlich aus Noten gleichen Dauer mit gelegentlichen Lücken, etwa eine Folge von Achtelnoten mit gelegentlichen Achtelpausen, werden die Lücken durch Null-Step-Werte dargestellt. Wenn die MIDI-Datei ein unregelmäßiges Timing hat oder wenn sie aus Akkorden statt einzelnen Noten besteht, werden die Ergebnisse dieses Vorgangs weniger vorhersehbar und für gewöhnlich weniger nützlich.
Du kannst Groove-Daten (Timing-Beugungen) extrahieren und dazu passende Step-Swing-Werte festlegen. Wenn die MIDI-Datei aus beinahe gleichen Dauern besteht, etwa Achtelnoten oder Sechzehntelnoten mit Timing-Beugungen, liefert dieser Vorgang nützliche Ergebnisse.
Du kannst auch Noten-Tonhöhendaten extrahieren und dazu passende Step-Werte festlegen. Die MIDI-Datei sollte aus gleichen Dauern ohne Lücken bestehen und auf einzelne Tonhöhen zwischen einem tiefen C und einem zwei Oktaven höheren C beschränkt sein. Beispielsweise könnte eine MIDI-Datei aus den Noten C1 bis C3 bestehen, wobei das tiefe C dem Step-Wert null entspricht. Weil der Tonhöhenbereich immer zwei Oktaven umfasst, solltest du den Sequenzer verwenden, um die Tonhöhe mit einer Tiefe von 24 Halbtönen zu modulieren, um das Noten-Pattern in der Original-MIDI-Datei zu reproduzieren.
Wähle einen der folgenden „Import“-Befehle aus dem Einblendmenü „File“.
Import Velocity: Legt Step-Werte auf Basis extrahierter Velocity-Daten und Swing-Werte auf Basis extrahierter Groove-Daten fest.
Import Note: Legt Step-Werte auf Basis extrahierter Notendaten und Swing-Werte auf Basis extrahierter Groove-Daten fest.
Import Groove: Legt auf extrahierten Groove-Daten basierende Swing-Werte fest.